Ehemaliger DDR Grenzturm in Kühlungsborn

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Wenn man Kühlungsborn besucht wird man zwangsläufig auch auf den Grenzturm der ehemaligen DDR Grenztruppen stoßen. Er ist mit seinen 15m Höhe schon von weitem zu sehen.

Auch wir haben ihn uns bei einem Besuch in Kühlungsborn angeschaut. Es war schon komisch, wir hatten ihn bei unseren vielen vorherigen Besuchen in Kühlungsborn nicht wahrgenommen obwohl er ja eigentlich nicht zu übersehen ist. Das lag aber wahrscheinlich daran, dass wir immer an einem Standabschnitt waren, wo man ihn dann nicht sehen konnte. Wenn man aber direkten Weg zur Seebrücke nimmt, dann ist der Turm nicht zu übersehen.

Das Museum des Wachturms

Im Museum kann man viel über die Geschichte der Grenzschutzanlagen der ehemaligen DDR an der Ostseeküste erfahren. Es gab insgesamt 27 dieser Grenztürme, auf der jeweils zwei bewaffnete Soldaten rund um die Uhr die Seegrenze beobachtet haben. Für etwaige „Republikflüchtlinge“ war es daher fast unmöglich ungesehen die DDR über die Ostsee zu verlassen. Aber nur fast, im Museum wird auch über die gelungenen Fluchten berichtet. Von 5609 Fluchtversuchen waren nur 913 erfolgreich.

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Die Fluchtziele über die Ostsee waren die Küste von Schleswig Holstein, Fehmarn und die Dänemark. Viele der gescheiterten Fluchten waren nicht nur auf die Grenztruppen der DDR zurückzuführen sondern sie scheiterten auch an falscher bzw. ungenügenden Ausrüstung und dem Wetter an der Ostsee. Wenn man keine Schutzkleidung aus z.B. Neopren hat, sind die Überlebenschancen im Wasser zu überleben sehr gering. Eine Unterkühlung des Körper tritt bereits nach wenigen Minuten im kalten Wasser ein. Wenn die Körperkerntemperatur unter 30°C sinkt, wird man bewusstlos und ertrinkt.

Fazit

Wenn man in Kühlungsborn ist, sollte man sich auch den Grenzturm anschauen. Er ist ein Stück deutscher Geschichte wird von vielen Förderern und dem Verein Grenzturm e.V. mit viel Engagement betrieben.

Tipp: Man kann den auch Turm besteigen und hat dann eine tolle Rundumsicht. Der Aufstieg ist allerdings nicht ganz einfach. Man muss quasi eine in die Wand eingelassene Leiter hochsteigen. In der Mitte des Turmaufstiegs gibt es eine Plattform, wo die Leiter auf die andere Seite weitergeht. Es lohnt sich aber, der Blick ist toll.

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